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Reduzierung von Elektrostatik ESD durch eine geregelte Luftbefeuchtung

Elektrostatische Entladungen (ESD)

Was im Alltag als unangenehm empfunden wird, aber nicht gefährlich ist, verursacht in der Industrie oft Schäden in Millionenhöhe: gerade bei der Herstellung von Elektronikbauteilen, wo aufgrund der Empfindlichkeit der Halbleiter bereits geringste elektrostatische Entladungen große Schäden verursachen. Diese Bauteile können bereits bei Entladungen von einer Spannung (Potential) von unter 100 V Schäden nehmen. Dies hört sich verhältnismäßig viel an: hierbei ist allerdings zu bedenken, dass der Mensch elektrostatische Entladungen von unter 2000 V nicht wahrnimmt.

Einfluss der Elektrostatik in der Verarbeitung und Produktionsprozessen

 

Auch in der Verarbeitung von Kunststoffen stellt elektrische Aufladung einen Störfaktor dar. Folien und Kunststoffe, die durch Reibung elektrisch aufgeladen werden ziehen elektrostatisch aufladbare Stoffe an. Stäube und Partikel finden somit schneller ihren Weg zu Maschine und Produkt und legen sich als Schmutzfilm darauf nieder. Neben der Folienherstellung und –verarbeitung gibt es eine Vielzahl von Prozessen mit ähnlicher Thematik. Durch die Reibung und Bewegung von Materialien können sich unter Umständen Maschinenteile mit einer auch für Menschen gefährlichen Spannung aufladen. So kann es zu Personenschäden oder sogar zu Bränden durch Selbstentzündung kommen.

Die elektrische Aufladung ist um so größer, je niedriger die Raumluftfeuchte ist. Feuchte Luft reichert Ionen an, wodurch sie schwerer und im elektrischen Umfeld träger werden. Bei einer Luftfeuchte von >50% wird die Leitfähigkeit der Luft an den Materialoberflächen erhöht, sodass die elektrischen Ladungen abgeleitet werden können. Bei diesem Prozess bildet sich ein hauchdünner Feuchtigkeitsfilm auf den Materialien. Dieser macht die Oberfläche soweit leitfähig, ungewollte Ladungen werden abgeleitet.

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